Französische Zone
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde der Südwesten Deutschlands Teil der Französischen Besatzungszone. Sie umfasste im Wesentlichen Gebiete der späteren Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Für den wieder aufgenommenen Postverkehr wurden bald eigene Briefmarken benötigt.
Ende 1945 erschienen zunächst allgemeine Ausgaben für die gesamte französische Zone. Sie zeigten unter anderem Wappen, historische Persönlichkeiten und kulturelle Motive. Ab 1947 wurden dann eigene Briefmarkenserien für die drei Gebiete Baden, Rheinland-Pfalz und Württemberg-Hohenzollern herausgegeben. Diese Ausgaben zeichnen sich durch eine große Vielfalt an Motiven und Wertstufen aus. Neben Dauermarken erschienen auch Sonder- und Zuschlagsmarken, beispielsweise zu kulturellen und wohltätigen Anlässen.
Philatelistisch interessant sind zahlreiche Farb-, Papier- und Zähnungsvarianten sowie Plattenfehler und besondere Stempel. Auch Briefe mit zeitgerechten Frankaturen sind bei Sammlern beliebt.
Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 und der schrittweisen Vereinheitlichung des Postwesens endete dieses eigenständige Sammelgebiet. Heute gehören die Marken der Französischen Zone zu den bedeutenden Gebieten der deutschen Nachkriegsphilatelie.
