Bizone
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Die Britische Besatzungszone umfasste vor allem Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Zunächst bestand ein großer Bedarf an neuen Postwertzeichen, da die Briefmarken des Deutschen Reiches mit nationalsozialistischen Symbolen nicht mehr verwendet werden sollten.
Ab 1945 kamen in der britischen und amerikanischen Zone zunächst gemeinsam herausgegebene Marken der sogenannten AM-Post zum Einsatz. Ab 1946 folgten die Ausgaben der Alliierten Gemeinschaftsausgaben, darunter die bekannten Ziffernmarken sowie Marken mit Motiven von Arbeitern und Bauwerken.
Eine Besonderheit bildeten verschiedene regionale Ausgaben und Überdrucke, beispielsweise für bestimmte Gebiete oder postalische Zwecke. Ab 1947 bildeten die britische und amerikanische Besatzungszone die Bizone, wodurch sich auch das Postwesen zunehmend vereinheitlichte. Nach der Währungsreform von 1948 erschienen neue Marken in Deutscher Mark.
Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 endete die Besatzungszeit allmählich. Die Briefmarken dieser Übergangsperiode sind heute ein vielseitiges und historisch interessantes Sammelgebiet.
